Kapitel 13
Fragen und Einwände
Aus Kapitel 13. Die Einwände werden so stark formuliert, wie der Autor sie formulieren kann, bevor eine Antwort folgt.
Der Einwand ist ernst und verdient keine schnelle Antwort. Das Buch behauptet nicht, jedes einzelne Leid sei erforderlich, sondern dass eine Welt mit echter Freiheit keine Welt sein kann, in der deren Missbrauch auf eine sichere, symbolische Dosis begrenzt bleibt. Sagen lässt sich, dass das Kreuz Gott in das Leid hineinstellt und nicht darüber — das erklärt nicht jede Wunde, verweigert aber jede Ausnahme davon.
Weil die Lösung endgültig ist, ohne in ihrer Anwendung augenblicklich zu sein. Das Urteil ist gefällt; was bleibt, ist seine Aneignung in Geschöpfen, die am Anfang nicht gezwungen wurden und es auch jetzt nicht werden. Ein Schluss, der auferlegt wird, bevor er frei empfangen werden kann, würde genau den Fehler wiederholen, den das ganze Argument vermeidet.
Das hält der Autor für den schwersten Einwand, und das Buch weigert sich, ihn abzumildern. Zwei Dinge werden festgehalten: dass leidende Unschuld in der Schrift nirgends als verdient beschrieben wird, und dass dieses Argument solches Leid der Rebellion und nicht dem Schöpfer zur Last legt. Nichts davon ist als Trost für trauernde Leser gedacht; Trost ist eine andere Aufgabe als Argumentation.
Nein. Der Ausgang des Prozesses war gewiss, weil die Wahrheit gewiss war, nicht weil die Entscheidungen vorher zugeteilt waren. Vorherwissen beschreibt, was gesehen werden wird, nicht was erzwungen wird; die Unterscheidung wird in Kapitel 4 entwickelt.
Das Argument ist in seinem Schluss ausdrücklich christlich, da es das Kreuz als Auflösung benennt. Seine früheren Schritte — göttliche Selbstgenügsamkeit, Freiheit, das Böse als Privation — kann jede Leserin prüfen, und das Buch lädt zu dieser Prüfung ein, statt Zustimmung vorauszusetzen.
Es hängt davon ab, dass es eine erste freie Verweigerung eines geschaffenen Willens in vollem Wissen gab. Das Buch liest die betreffenden Stellen als Beschreibung eines solchen Ereignisses; wer sie stärker symbolisch versteht, kann der Struktur dennoch folgen, sofern die Verweigerung selbst wirklich ist.
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