“Er lässt sich auch nicht von Menschenhänden dienen, als ob er etwas nötig hätte, da er selber jedermann Leben und Odem und alles gibt.”
Ein Gott, der Anbetung braucht, ist ein Gott, der aus Mangel schafft — und ein solcher Gott ist nicht der Gott der Schrift. Die göttliche Selbstgenügsamkeit ist keine schmückende Eigenschaft, sondern das Scharnier, an dem die moralische Frage hängt.
Wenn durch unsere Erschaffung nichts gewonnen wurde, kann unsere Existenz nicht durch göttliches Eigeninteresse erklärt werden. Sie muss durch einen frei gewählten Zweck erklärt werden — und ein frei gewählter Zweck lässt sich prüfen, befragen und schließlich verstehen.
Dieses Kapitel argumentiert, dass Fülle und nicht Bedürftigkeit am Anfang steht. Was folgt, ist nicht ein Gott, der ein Problem für sich löst, sondern ein Gott, der ein in seiner Schöpfung aufgeworfenes Problem auflöst.
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